Welpencheckliste mit 8 Tipps für die ersten Wochen. Ein neues Familienmitglied zieht ein...

March 5, 2019

…und eine wunderbare Zeit steht euch bevor. Ihr werdet gemeinsam die Welt entdecken und eine intensive Beziehung zueinander aufbauen. Schon sehr bald könnt ihr euch ein Familienleben ohne Hund nicht mehr vorstellen. Damit gerade die erste Zeit sinnvoll genutzt wird, erlaube ich es mir, euch einige Hinweise mitzugeben:

 

1) Habt Verständnis für euren Welpen – Er wurde gerade von seiner Familie getrennt und kommt in eine völlig fremde Umgebung. Gebt ihm Zeit, die Welt zu erkunden – Ohne Druck und Ehrgeiz. Gebt eurem Hund vor den ersten Ausflügen einige Tage Zeit sich bei euch einzugewöhnen.

 

2) Euer Welpe ist noch nicht stubenrein – Hunde können ihre Blase erst ab der 16. Lebenswoche bewusst kontrollieren. Seid also nicht böse, wenn das eine oder andere Malheur passiert. Welpen sollten die Möglichkeit haben sich • nach dem Schlafen • nach dem Fressen • nach dem Spielen zu lösen. Dafür sucht ihr euch einen ruhigen Ort im nahen Umfeld zum Wohnort. Zusätzlich gebt eurem Welpen als Faustregel alle 2 Stunden die Möglichkeit sich zu lösen. Passiert doch ein Malheur im Haus/ in der Wohnung, wischt alles kommentarlos weg. Nutzt hierfür eine Lösung, die den Geruch vollständig entfernt.

 

3) Euer Welpe kann unter Umständen noch nicht an der Leine gehen – Vielleicht hatte er noch nie ein Brustgeschirr um. Nehmt eine dünne, etwas längere Leine (min. 3 Meter) und lasst euren Hund die Welt entdecken. Die Leine sollte nie straff werden. Da Welpen sich i.d.R. im engen Umkreis zum Menschen bewegen ist eine 5 Meter Schleppleine (dünn) ideal. Belohnt euren Welpen mit z.B. einem Stück Futter, wenn er euch anschaut oder an eure Seite kommt. Füttert ihn häufig durch das Brustgeschirr, so dass eine positive Verbindung entsteht.

 

4) Euer Welpe bleibt sitzen und will nicht weiter – Das ist völlig normal! Bitte lockt ihn nicht weiter oder zieht an der Leine. Gebt ihm Zeit zu beobachten und die ganzen Umweltreize wahrzunehmen. In den ersten Wochen sind lange Spaziergänge nicht nötig. Lasst euren Welpen lieber viel Zeit zum Entdecken unterschiedlicher Orte.

 

5) Nutzt die erste Zeit um euren Welpen an das Autofahren zu gewöhnen! Fahrt jeden Tag kurze Strecken. Es muss nicht immer zu einem spannenden Ort gehen. Manche Fahrten enden nach kurzer Zeit wieder zu Hause – Ohne dass etwas Aufregendes passiert ist. Sollte eurem Welpen im Auto übel werden, lasst euch von einem Tierarzt beraten und ggf. Mittel gegen Übelkeit mitgeben. Alternativ kann auch auf andere Hausmittel zurückgegriffen werden – Es ist wichtig gegen die Übelkeit vorzugehen, denn die Gefahr vor einer Stressverknüpfung mit Autofahren ist groß.

 

6) Besucht mit eurem Hund nach der ersten Eingewöhnungsphase (eine Woche) einen Tierarzt eures Vertrauens. Lasst euren Welpen nicht nur dort impfen, sondern geht auch so vorbei, belohnt euren Welpen im Warteraum und fahrt wieder nach Hause – So schafft ihr es, eine positive Verbindung zu Tierarztbesuchen herzustellen. Ein guter Tierarzt wird euch hierbei unterstützen und begrüßt Besuche von Welpen in der Praxis zur Gewöhnung.

 

7) Kinder und Welpen haben eine besondere Beziehung – Achtet jedoch besonders auf die Art und Weise wie Kinder und Hund miteinander umgehen. Bis zum ~ 14. Lebensjahr sehen Hunde Kinder als „Spielkameraden“ und „Kumpel“ – Sie behandeln Kinder auch dementsprechend. Es wird gezwickt, angerempelt und es werden Grenzen ausgetestet. Kontakt zwischen Hund und Kind sollte immer unter Aufsicht stattfinden. Kinder müssen lernen, Hunde auch in Ruhe zu lassen und sich respektvoll zu nähern (Kein Umarmen, hinterherrennen oder gemeinsam im Körbchen liegen). Sowohl Kinder als auch Hund verdienen einen Ruheort, an dem sie von keinem gestört werden. Aus diesem Grund ist eine Regel wie z.B. „Hund darf nicht ins Kinderzimmer“ und auf der anderen Seite „Kind hat nichts am Hundeliegeplatz zu suchen“ absolut sinnvoll.

 

8) Nachts bietet es sich an den Hund in einer Box / Kiste neben dem Bett schlafen zu lassen. So kriegt ihr schnell mit, wenn euer Welpe unruhig wird und sich lösen muss. Wichtige Voraussetzung: Euer Welpe kennt es in einer Box / Kiste zu sein. Ist das nicht der Fall, steht zunächst eine Gewöhnung auf dem Programm: Füttern euren Hund vor der Box, dann stellt ihr das Futter beim nächsten Mal knapp hinter den Eingang, anschließend in die Box. Schließt noch nicht die Tür! Erst wenn euer Welpe ohne zu zögern in die Box marschiert, könnt ihr die Tür kurz schließen und sofort wieder öffnen. Nach und nach verlängert ihr diese Zeiten.

 

Ich freue mich sehr für euch und wünsche euch eine wunderbare gemeinsame Zeit! Mir ist bewusst, dass der eine oder andere Punkt noch einer weiteren Erklärung bedarf – Diese sind dann Thema in den Welpenstunden in der Hundeschule. Fürs erste bitte ich euch mir zunächst einen Vertrauensvorschuss zu gewähren.

 

Bis bald in der Hundeschule oder Online.

Nils

 

 

 

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