Hundehasser, Giftköder und Co. – Wir müssen ihnen den Nährboden nehmen!

April 3, 2019

 

 

Es ist erschreckend und macht mich als Hundefreund unendlich traurig und wütend zugleich: Unschuldige Tiere sterben schreckliche Tode. Mutwillig wird qualvolles Leiden der Tiere in Kauf genommen. Ohne Frage: Wer zu solch einer Tag fähig ist, ist ein zutiefst kranker Mensch. Und dennoch können und müssen wir uns als verantwortungsvolle Hundehalter immer wieder hinterfragen: Wie entsteht ein solcher Hass auf unsere Haushunde? Wie können wir uns in unserer Menschenwelt mit unseren Vierbeinern bewegen ohne kranken Menschen eine Grundlage für solche Verbrechen zu liefern?

 

Ich kann den Ärger vieler Nicht-Hundehalter sogar sehr gut verstehen. Auf der entspannten Jogging-Runde wird man von herrenlosen Hunden angesprungen oder zumindest belästigt. Kinder werden in Wohnsiedlungen von Hunden umgerannt. Über die Bürgersteige verteilen sich Kothaufen. „Der tut nix!“ und „Der will nur spielen!“ sind einfach keine vernünftigen Entschuldigungen für respektloses Verhalten.

Natürlich kann der Hund nichts dafür – Die Verantwortung liegt hier eindeutig bei uns Menschen. Es geht hierbei nicht mal primär um die Hunde, sondern um grundlegende Prinzipien des respektvollen und rücksichtsvollen Umgangs in unserer Gesellschaft.

 

Ich bin ein großer Freund von Freiheit – Sowohl meine eigene Freiheit als auch die Freiheit meiner Hunde ist mir sehr wichtig. Freiheit heißt aber nicht Grenzenlosigkeit! Wahre, gesunde Freiheit bezieht nicht nur die eigenen Wünsche und Bedürfnisse ein, sondern hat auch die Umgebung im Blick. Meine Hunde haben die Freiheit auf Feldern und in Wäldern „ihr Ding“ zu machen. Diese Freiheit habe ich meinen Hunden jedoch erarbeitet – Durch intensives und langes Training. Dazu gehört insbesondere ein sicherer Rückruf.

 

Und mal ganz ehrlich: Nur die eigenen Wünsche und Bedürfnisse befriedigen zu wollen ist doch keine Freiheit – Das tun doch alle und gehört zu den zahlreichen Gefängniszellen in unserem Kopf. Freiheit heißt Entscheidungen nicht so zu treffen wie es alle tun, sondern eben ganz bewusst Mitmenschen, Tiere, Natur und alles, was noch von einer Entscheidung betroffen sein kann, in die Entscheidung mit einzubeziehen.

 

Wenn ich meinen Hund im Wald Freilauf ermögliche, ihn aber nicht zurückrufe wenn ich Jogger, Spaziergänger oder andere Hundehalter sehe, dann ist es keine Freiheit, sondern Respektlosigkeit und ungesunder Egoismus. Ob es daran liegt, dass ich meinen Hund nicht zurückrufen kann oder will ist dabei völlig irrelevant!  Wir als Hundehalter müssen die Verantwortung übernehmen und als Vorbilder vorangehen, damit das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund wirklich harmonisch wird.

Eines möchte ich nochmal klarstellen: Giftköder auszulegen und Hunde zu ermorden ist nicht zu entschuldigen und ein schreckliches Verbrechen!

Doch jetzt müssen wir handeln – Es gibt noch so viele Hundehalter/innen, die sich unverantwortlich und grenzüberschreitend mit ihren Hunden in dieser Welt bewegen. Ich sehe sie täglich! Wir müssen uns fragen, was wir konkret tun können, um mehr Menschen von einem respektvollen Miteinander zu überzeugen. Auf der Straße fremde Menschen zu überzeugen ist i.d.R. hoffnungslos – Fangen wir also in unserem Umfeld an und sprechen mit unseren Hundefreunden/innen, Familien und Bekannten.

 

Vielleicht erreichen wir so tatsächlich irgendwann ein gutes Zusammenleben zwischen Mensch und Hund auf dieser Welt. Bei den vielen tollen Hundehaltern, die ich in meiner Arbeit kennenlernen darf, bin ich da sehr hoffnungsvoll!

 

Diese morgendlichen Gedanken mussten einmal raus und ich hoffe den einen oder anderen zu erreichen :).

 

Autor: Nils

Teamspirit - Zentrum für Mensch und Hund

 

 

 

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